Heimat als Standortfaktor

21.09.2011: Auftaktveranstaltung und Pressegespräch in Berlin zu den Pendleraktionstagen vom 19.09. bis 26.09.2011

„Heimat“ ist ein einzigartiger Standortfaktor, der helfen kann, den Wegzug insbesondere junger und gut ausgebildeter Menschen aus Ostdeutschland zu stoppen oder Abgewanderte zur Rückkehr zu bewegen. Mit einer Woche voller Aktionen für Pendler und Abgewanderte vom 19.09. bis 26.09.2011 zeigen die Rückkehrinitiativen im „Verbund Rück- und Zuwanderung“ Perspektiven für Ostdeutsche auf, um ein positives Heimatbild zu stärken, wobei sie von nexus koordinierend und mit wissenschaftlicher Expertise unterstützt werden.

Zum Auftakt der Aktionstage fand am 19.09. in Berlin ein zentrales Pressegespräch statt. Nach der Darstellung der grundlegenden Probleme von Abwanderung, Fachkräftemangel und Alterung der Gesellschaft sowie einer Vorstellung des Verbundes berichteten die Initiativen aus vier neuen Bundesländern über ihre geplanten Aktionen. Zum Beispiel veranstaltet mv4you eine Job- und Ausbildungsmesse im Schweriner Bahnhof, in Sachsen-Anhalt gibt es Bewerbungstrainings von PFIFF, die thüringische ThAFF erwartet Pendler an Raststätten und Bahnhöfen mit freien Arbeitsstellen und Standortwerbung, während Brandenburger sich bei der Hotline von Boomerang über Karrierechancen in der Lausitz beraten lassen oder die Sieger eines Fotowettbewerbs über das Leben in der Uckermark vom Verein „Zuhause in Brandenburg“ beglückwünschen können.

Im Gespräch mit der Presse wurden die immer noch bestehenden Lohnunterschiede zwischen Ost und West als stärkster Abwanderungsgrund angesprochen. Studien zufolge sind emotionale Bindung an die Heimatregion, Freundschafts- und Familiennetzwerke, die Verknüpfung von Orten mit Erinnerungen aus Kindheit und Jugend sowie einmalige Landschaften und Mentalitäten durchaus wirkmächtige Faktoren, die Menschen zur Rückkehr motivieren.

Durch die Tätigkeit der Initiativen werden diese Faktoren auch über die Pendleraktionstage hinaus gestärkt. Die Arbeit des Verbundes fördert dabei den Ideenaustausch zwischen den Partnern, stärkt die Wirkung durch gemeinsame Aktionen und kann die Politik motivieren, mehr zu tun.

Neu auf der Seite